Was du auf dieser Seite lernst
Du lernst, was eine Pufferlösung ist, wie sie funktioniert und warum ihr pH-Wert bei Zugabe kleiner Mengen Säure oder Base nahezu konstant bleibt. Am Beispiel des Acetatpuffers wird die Henderson-Hasselbalch-Gleichung hergeleitet. Abschließend lernst du die wichtigsten Puffersysteme im menschlichen Blut kennen.
Grundlagen – Kursstufe Säure-Base
Voraussetzungen für diese Seite: → Henderson-Hasselbalch-Gleichung (4.6.3) · → Indikatoren (Umschlagbereich pKS ± 1) · → Prinzip von Le Chatelier
7. Pufferlösungen
Eine Pufferlösung hält ihren pH-Wert bei Zusatz von nicht zu großen Mengen an Oxonium-Ionen bzw. Hydroxid-Ionen nahezu konstant.
Eine Pufferlösung enthält immer zwei Komponenten:
fängt zugesetzte OH−-Ionen weg
fängt zugesetzte H3O+-Ionen weg
Bedingung: Säure und Base dürfen sich nicht gegenseitig unwirksam machen → daher immer eine schwache Säure mit ihrer konjugierten Base (korrespondierendes Paar).
Beispiel: Acetatpuffer
Man mischt gleiche Volumina Essigsäure (HAc) und Natriumacetatlösung (Na+ Ac−) derselben Konzentration → gleiche Stoffmenge beider Komponenten liegt vor.
pH-Wert dieser Pufferlösung: pH = pKS(HAc) = 4,74
(da c(HAc) = c(Ac−) → lg(1) = 0 in der Henderson-Hasselbalch-Gleichung)
I) Pufferwirkung
a) Zusatz von H₃O⁺-Ionen (Säurezusatz):
Die zugesetzten H3O+-Ionen werden von der Acetat-Base (Ac−) abgefangen:
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b) Zusatz von OH⁻-Ionen (Basenzusatz):
Die zugesetzten OH−-Ionen werden von der Essigsäure (HAc) abgefangen:
Lösung Wie sieht die Pufferwirkung beim Zusatz von OH−-Ionen aus?
Wenn genügend Ac− bzw. HAc vorhanden sind, reagieren die zugesetzten H3O+- bzw. OH−-Ionen zum größten Teil ab. Dadurch ändert sich das Mengenverhältnis von HAc und Ac− – aber der pH-Wert bleibt nahezu konstant.
II) Änderung des pH-Wertes – Henderson-Hasselbalch-Gleichung
Wie stark ändert sich der pH-Wert, wenn das Mengenverhältnis HAc : Ac− durch den Puffervorgang verschoben wird?
HAc + H2O ⇌ H3O+ + Ac−
Herleitung der Henderson-Hasselbalch-Gleichung für den Acetatpuffer:
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Henderson-Hasselbalch-Gleichung (Puffergleichung):
pH = pKS + lg (c(Ac−) / c(HAc))
Beim Mengenverhältnis HAc : Ac− = 1 : 1 gilt c(H3O+) = KS, also pH = pKS.
Pufferbereich: Gute Pufferwirkung besteht nur, wenn das Konzentrationsverhältnis
von Säure und Base nicht größer als 10 : 1 oder 1 : 10 ist.
Das entspricht dem pH-Bereich: pH = pKS ± 1.
Außerhalb dieses Bereichs ist der Puffer erschöpft.
7.1 Puffersysteme im menschlichen Blut
Ohne Puffersysteme würden bereits kleinste Mengen Säure (z. B. Laktat aus dem Muskelstoffwechsel) genügen, um den Organismus ernsthaft zu schädigen: Proteine (z. B. Enzyme, Hämoglobin) denaturieren bei pH-Änderungen außerhalb eines engen Bereichs und verlieren ihre Funktion.
Letal (lebensbedrohlich) nach kurzer Zeit: pH < 7,0 oder pH > 7,7
Die wichtigsten Blutpuffer im Überblick
| Puffersystem | Säure-Komponente | Base-Komponente |
|---|---|---|
| Hydrogencarbonat-/Kohlensäure-Puffer | H2CO3 | HCO3− |
| Hämoglobin-Puffer | Hämoglobin (HHb) | Hämoglobin-Anion (Hb−) |
| Protein-Puffer | Protein (H-Protein) | Proteinat (Protein−) |
| Phosphat-Puffer | H2PO4− | HPO42− |
(I) Hydrogencarbonat-/Kohlensäure-Puffer
Dieser Puffer ist das wichtigste Puffersystem im Blut. Er ist eng mit der Atmung verknüpft, weil CO2 über die Lunge abgeatmet werden kann.
Blut wird alkalischer Formuliere die Reaktionsgleichung, wenn OH−-Ionen zugeführt werden.
H2CO3 + OH− ⇌ HCO3− + H2O
Die Kohlensäure fängt die OH−-Ionen ab → pH bleibt konstant.
Blut wird sauer Formuliere die Reaktionsgleichung, wenn H3O+-Ionen zugeführt werden.
HCO3− + H3O+ ⇌ H2CO3 + H2O ⇌ CO2 + 2 H2O
Das CO2 wird über die Lunge abgeatmet → das Gleichgewicht wird dauerhaft nach rechts gezogen.
Blut wird alkalisch
⇒ Hypoventilation (vermindertes Abatmen)
⇒ mehr CO2 verbleibt im Blut
⇒ Gleichgewicht nach links → pH sinkt wieder
Blut wird sauer
⇒ Hyperventilation (vermehrtes Abatmen)
⇒ mehr CO2 wird abgegeben
⇒ Gleichgewicht nach rechts → pH steigt wieder
Zusätzlich werden bei Ansäuerung des Blutes H3O+-Ionen über den Ammoniak-Puffer abgefangen und renal ausgeschieden:
H3O+ + NH3 ⇌ NH4+ + H2O → Ausscheidung über die Niere
Auf einen Blick – die wichtigsten Aussagen
Pufferprinzip
Schwache Säure + konjugierte Base fangen H3O+ bzw. OH− ab → pH bleibt konstant
Henderson-Hasselbalch
pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA))
Bei c(A−) = c(HA): pH = pKS
Pufferbereich
Wirksam nur im Bereich
pH = pKS ± 1
(Verhältnis 1:10 bis 10:1)
Blut-pH
Physiologisch: 7,35–7,45
Letal: < 7,0 oder > 7,7
Wichtigster Puffer: HCO3−/H2CO3
Häufige Fragen – Pufferlösungen
Was ist eine Pufferlösung und warum ändert sich ihr pH-Wert kaum?
Eine Pufferlösung enthält eine schwache Säure und ihre konjugierte Base in vergleichbarer Konzentration. Wird H3O+ zugesetzt, reagiert es mit der Base-Komponente; wird OH− zugesetzt, reagiert es mit der Säure-Komponente. Da jeweils nur das Konzentrationsverhältnis verschoben wird und die Henderson-Hasselbalch-Gleichung pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA)) den pH nur logarithmisch mit dem Verhältnis verknüpft, bleibt der pH-Wert trotz Zusatz von Säure oder Base nahezu konstant.
Warum muss ein Puffer aus einem korrespondierenden Säure-Base-Paar bestehen?
Würde man eine starke Säure und eine starke Base mischen, würden sie sich sofort neutralisieren. Ein Puffer braucht eine schwache Säure und ihre konjugierte Base, weil sie miteinander im Gleichgewicht stehen. Wird das Gleichgewicht durch Zugabe von H3O+ oder OH− gestört, verschiebt es sich nach Le Chatelier – aber ohne die große pH-Änderung, die bei einem ungepufferten System auftreten würde.
Warum ist der Pufferbereich auf pH = pKS ± 1 begrenzt?
Nach der Henderson-Hasselbalch-Gleichung ändert sich der pH um 1, wenn das Verhältnis c(A−)/c(HA) von 1:1 auf 10:1 oder 1:10 verschoben wird. Jenseits dieser Grenzen überwiegt eine Komponente stark – die andere ist für weitere Pufferwirkung praktisch erschöpft. Daher ist ein Puffer nur im Bereich pKS ± 1 wirksam.
Wie reguliert das Blut seinen pH-Wert bei Übersäuerung?
Der wichtigste Blutpuffer ist das Hydrogencarbonat/Kohlensäure-System: HCO3− + H3O+ ⇌ H2CO3 ⇌ CO2 + H2O. Das entstehende CO2 wird über die Lunge abgeatmet (Hyperventilation). Außerdem werden H3O+-Ionen über den Ammoniakpuffer (NH3 + H3O+ → NH4+) abgefangen und renal ausgeschieden.
Welchen pH hat der Acetatpuffer, wenn c(HAc) : c(Ac⁻) = 1 : 10 ist?
Henderson-Hasselbalch: pH = pKS(HAc) + lg(c(Ac−)/c(HAc))
= 4,74 + lg(10/1) = 4,74 + 1 = 5,74.
Das entspricht dem oberen Rand des Pufferbereichs (pKS + 1).
Bei noch größerem Verhältnis ist der Puffer erschöpft.
Lernkarten – Pufferlösungen
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Was enthält eine Pufferlösung? Welche Bedingung muss erfüllt sein?
Eine schwache Säure + ihre konjugierte Base (korrespondierendes Paar) in vergleichbarer Konzentration. Sie dürfen sich nicht gegenseitig neutralisieren.
Welchen pH hat ein Acetatpuffer bei gleichen Mengen HAc und Ac−?
c(Ac−) = c(HAc) → lg(1) = 0
→ pH = pKS(HAc) = 4,74
Was passiert, wenn dem Acetatpuffer OH−-Ionen zugesetzt werden?
HAc + OH− → Ac− + H2O
c(HAc) ↓, c(Ac−) ↑ → pH steigt leicht,
bleibt aber innerhalb des Pufferbereichs.
Wie reguliert der Hydrogencarbonatpuffer das Blut bei Hyperventilation?
Mehr CO2 wird abgeatmet → H2CO3-Konzentration sinkt → Gleichgewicht nach rechts → mehr HCO3− → pH steigt → wirkt saurer Blutlage entgegen.
Rechenaufgabe: Acetatpuffer, c(Ac−)/c(HAc) = 5. Wie groß ist der pH?
pH = 4,74 + lg(5)
= 4,74 + 0,70
= 5,44
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← Säure-Base-Titration ↑ Zusammenfassung Säure-Base 4.6
🔁 Grundlagen: Henderson-Hasselbalch (4.6.3) · Indikatoren (pKS ± 1) · Le Chatelier
Was du auf dieser Seite lernst
Du lernst, was eine Säure-Base-Titration ist, wie die Titrationskurve (pH vs. Volumen) aussieht und warum der Äquivalenzpunkt immer der Wendepunkt der Kurve ist. Außerdem berechnest du mit c(Säure) · V(Säure) = c(Base) · V(Base) die unbekannte Konzentration und lernst, wie man den richtigen Indikator auswählt.
Grundlagen – Kursstufe Säure-Base
Voraussetzungen für diese Seite: → Indikatoren und Umschlagbereich · → pH-Wert starker und schwacher Säuren · → Neutralisation (Kl. 9)
6. Säure-Base-Titration
Bei einer Titration handelt es sich um eine Neutralisationsreaktion unter kontrollierten Bedingungen: Man gibt schrittweise aus einer Bürette eine Maßlösung bekannter Konzentration zur Probelösung, bis der Äquivalenzpunkt erreicht ist – kenntlich am Farbumschlag des Indikators.
Die Titrationskurve zeigt den pH-Wert der Probelösung in Abhängigkeit vom Volumen der zugegebenen Maßlösung:
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Die drei Phasen der Titration (Bsp. HCl + NaOH)
Vor dem ÄP
H3O+ + Cl− + H2O
pH niedrig · Indikator: Farbe 1
(z. B. rot)
Am Äquivalenzpunkt
Na+ + Cl− + H2O
n(H3O+) = n(OH−)
Indikator: Mischfarbe / Umschlag
Nach dem ÄP
Na+ + Cl− + H2O + OH−
pH hoch · Indikator: Farbe 2
(z. B. gelb)
Reaktionsgleichungen
Ausgangslösung: H3O+ + Cl− + H2O
Reaktion bis zum Äquivalenzpunkt:
H3O+ + Cl− + Na+ + OH− ⇌ 2 H2O + Na+ + Cl−
Lösung nach der Titration (jenseits des ÄP): Na+ + Cl− + H2O + OH−
Der Äquivalenzpunkt – Wendepunkt der Kurve
Am Äquivalenzpunkt (ÄP) haben genauso viele Protonen wie Hydroxidionen reagiert. Für die Titration von HCl mit NaOH gilt am ÄP:
n(H3O+) = n(OH−)
c(HCl) · V(HCl) = c(NaOH) · V(NaOH)
Der Äquivalenzpunkt ist gleichzeitig der Wendepunkt der Titrationskurve (Wechsel von der Links- zur Rechtskurve): Dort ist die Änderungsrate des pH-Werts am größten – ein kleiner Tropfen Maßlösung bewirkt einen sehr großen pH-Sprung.
Warum möglichst konzentrierte Maßlösung? Jede zugegebene Maßlösung verdünnt die Probelösung. Eine konzentrierte Maßlösung minimiert die Volumenzunahme und damit die Verdünnungs-Verfälschung des pH-Werts.
Berechnung: unbekannte Konzentration bestimmen
Kennt man das Volumen der Probelösung V(Säure), das Volumen der verbrauchten Maßlösung V(Base) am ÄP und die Konzentration der Maßlösung c(Base), so berechnet sich die gesuchte Konzentration der Probe:
c(Säure) = c(Base) · V(Base) / V(Säure)
Diese Beziehung gilt allgemein für einprotonige Säuren/Basen. Bei mehrprotonigen Säuren (z. B. H2SO4) muss die Wertigkeit berücksichtigt werden: n(Säure) · z(Säure) = n(Base) · z(Base).
Indikatorwahl: starke vs. schwache Säure
Die Wahl des Indikators hängt vom pH am Äquivalenzpunkt ab. Der pKS(HIn) des Indikators muss nahe am ÄP liegen (→ Indikatoren):
Starke Säure + starke Base
ÄP bei pH = 7
Großer pH-Sprung (ca. 4 → 10)
→ fast jeder Indikator geeignet
Empfehlung: Bromthymolblau, Lackmus
Schwache Säure + starke Base
ÄP bei pH > 7 (Salzhydrolyse)
Kleinerer pH-Sprung
Empfehlung: Phenolphthalein (pKS ≈ 9,4)
Starke Säure + schwache Base
ÄP bei pH < 7
Empfehlung: Methylorange (pKS ≈ 3,5) oder Methylrot
Auf einen Blick – die wichtigsten Aussagen
Äquivalenzpunkt
n(H3O+) = n(OH−)
= Wendepunkt der Titrationskurve
Berechnung
c · V = c · V
→ c(unbekannt) = c · V / V
Titrationskurve
Stark + stark: Sprung pH 4→10
Schwach + stark: Sprung kleiner,
ÄP > 7
Indikatorwahl
pKS(HIn) muss nahe dem
Äquivalenzpunkt liegen
Häufige Fragen – Säure-Base-Titration
Was ist der Äquivalenzpunkt und warum ist er der Wendepunkt der Kurve?
Am Äquivalenzpunkt haben genauso viele H3O+-Ionen wie OH−-Ionen reagiert: n(H3O+) = n(OH−). Mathematisch ist er der Wendepunkt der pH-Kurve (Wechsel von Links- zu Rechtskrümmung), weil dort die pH-Änderung pro zugegebenem Volumen am größten ist – ein minimaler Überschuss an Maßlösung erzeugt einen großen pH-Sprung. Den ÄP erkennt man im Experiment am Farbumschlag des Indikators.
Wie berechnet man die Konzentration einer unbekannten Säure bei der Titration?
Aus der Bedingung am Äquivalenzpunkt (n(Säure) = n(Base)) folgt: c(Säure) · V(Säure) = c(Base) · V(Base). Umgestellt: c(Säure) = c(Base) · V(Base) / V(Säure). Beispiel: 20 mL unbekannte HCl-Lösung werden mit 25 mL NaOH (c = 0,1 mol/L) titriert: c(HCl) = 0,1 · 25 / 20 = 0,125 mol/L.
Warum liegt der Äquivalenzpunkt bei einer schwachen Säure + starker Base nicht bei pH 7?
Am ÄP entsteht das Salz der schwachen Säure. Das Anion (z. B. Acetat−) hydrolysiert als schwache Base mit Wasser und bildet OH−-Ionen → die Lösung ist schwach basisch. Je schwächer die titrierte Säure (je größer pKS), desto höher der pH am ÄP. Ausführlich: Säure-Base-Reaktionen in Salzlösungen.
Warum sollte die Maßlösung möglichst konzentriert sein?
Jeder Tropfen Maßlösung, der zugegeben wird, verdünnt die Probelösung. Bei einer konzentrierten Maßlösung braucht man weniger Volumen für dieselbe Stoffmenge, die Volumenzunahme – und damit die Verfälschung des pH-Werts durch Verdünnung – bleibt gering. Das macht die Titrationskurve schärfer und den Äquivalenzpunkt leichter erkennbar.
Welchen Indikator verwendet man für eine Titration mit Phenolphthalein?
Phenolphthalein (pKS ≈ 9,4, Umschlag pH 8,2–10) eignet sich für Titrationen, bei denen der Äquivalenzpunkt im schwach basischen Bereich liegt, also für die Titration einer schwachen Säure mit einer starken Base (z. B. Essigsäure + NaOH, ÄP ≈ pH 8,9). Für starke Säure + starke Base (ÄP = pH 7) sind Bromthymolblau oder Lackmus besser geeignet. Mehr: Indikatoren.
Lernkarten – Säure-Base-Titration
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Was gilt am Äquivalenzpunkt einer Titration?
n(H3O+) = n(OH−)
→ c(Säure) · V(Säure) = c(Base) · V(Base)
Der ÄP ist der Wendepunkt der Titrationskurve.
Wie bestimmt man c(Säure) aus einer Titration?
c(Säure) = c(Base) · V(Base) / V(Säure)
V(Base) = Volumen der Maßlösung am ÄP (abgelesen an der Bürette)
Warum liegt der ÄP bei Schwache-Säure + Starke-Base nicht bei pH 7?
Das entstehende Salz-Anion hydrolysiert als schwache Base → OH− entsteht → Lösung ist schwach basisch (pH > 7).
Welcher Indikator eignet sich für HCl + NaOH?
ÄP bei pH = 7 → großer pH-Sprung (4→10).
Geeignet: Bromthymolblau (Umschlag 6–7,6)
oder Lackmus (5–8).
Phenolphthalein wäre zu spät (Umschlag 8,2–10).
Rechenaufgabe: 25 mL HCl werden mit 30 mL NaOH (c = 0,2 mol/L) titriert. Wie groß ist c(HCl)?
c(HCl) = c(NaOH) · V(NaOH) / V(HCl)
= 0,2 · 30 / 25
= 0,24 mol/L
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← Indikatoren → Pufferlösungen
🔁 Grundlagen: Säure-Base-Reaktionen in Salzlösungen · Neutralisation (Kl. 9)
📌 Weiterführend: Pufferlösungen · Zusammenfassung Säure-Base 4.6
Was du auf dieser Seite lernst
Du lernst, wie Säure-Base-Indikatoren funktionieren und warum ihr Farbumschlag beim pKS-Wert der schwachen Indikatorsäure liegt. Mit der Henderson-Hasselbalch-Gleichung berechnest du das Konzentrationsverhältnis HIn/In⁻ und bestimmst die Farbe des Indikators bei beliebigem pH. Die Farbskalen der wichtigsten Indikatoren geben dir einen schnellen Überblick.
Grundlagen – Kursstufe Säure-Base
Indikatoren sind Anwendungen der Henderson-Hasselbalch-Gleichung, die du auf der → Zusammenfassungsseite 4.6 hergeleitet hast. Das Prinzip des kleinsten Zwanges (Le Chatelier) wurde in der → Gleichgewichtschemie eingeführt.
5. Indikatoren
In der Regel ist ein Säure-Base-Indikator eine schwache, farbige organische Säure, deren korrespondierende Base eine andere Farbe hat:
säure
(Farbe 1)
Indikator-
base
(Farbe 2)
Farbwechsel – Prinzip des kleinsten Zwanges
Das Gleichgewicht reagiert auf pH-Änderungen nach dem Prinzip von Le Chatelier:
Saure Lösung (niedriger pH)
Hohe H3O+-Konzentration drängt das GG nach links → Farbe 1 überwiegt
Basische Lösung (hoher pH)
Niedrige H3O+-Konzentration drängt das GG nach rechts → Farbe 2 überwiegt
Hinweis: Die Farben Rot/Blau sind im Tafelbild willkürlich gewählt. Andere Indikatoren ergeben andere Farben – z. B. Phenolphthalein: sauer/neutral = farblos, alkalisch = pink/magenta.
Berechnung: Henderson-Hasselbalch-Gleichung für Indikatoren
Mit der allgemeinen Henderson-Hasselbalch-Gleichung (→ Zusammenfassung 4.6.3) kann man für jeden pH-Wert berechnen, in welchem Verhältnis die Indikatorsäure HIn zur Indikatorbase In⁻ vorliegt:
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Merksatz: Der Indikator schlägt um, wenn c(In⁻) = c(HIn), also wenn lg(1) = 0 → pH = pKS(HIn). Der sichtbare Umschlagbereich liegt bei pKS ± 1, weil das Auge erst ab einem 10:1-Verhältnis eine einheitliche Farbe wahrnimmt.
Beispiel: Lackmus (pKS = 7, KS = 10−7)
Aufgabe a) Berechne das Konzentrationsverhältnis von HIn (rot) zu In⁻ (blau) bei pH = 5!
Aufgabe b) Welche Farbe hat der Lackmus-Indikator bei pH = 8?
Aufgabe c) Welche Farbe liegt bei pH = 7 vor?
Bei pH = pKS = 7 gilt c(In⁻) = c(HIn) → beide Formen
gleich konzentriert → Mischfarbe aus Rot und Blau =
Purpur/Violett.
Das ist der Umschlagspunkt des Indikators.
Der pH-Bereich, in dem die Farbe eines Indikators umschlägt, liegt demnach immer beim pKS-Wert der schwachen Säure HIn. Lackmus schlägt im Bereich pH ≈ pKS = 7 um (sichtbar zwischen pH 5 und pH 8).
Farbskalen wichtiger Indikatoren
Die Balken zeigen den Farbwechsel in Abhängigkeit vom pH-Wert (0–14). Der Umschlagbereich liegt stets bei pKS(HIn) ± 1. Das Auge nimmt eine einheitliche Farbe erst wahr, wenn ein Ion 10-fach überwiegt.
Umschlag pH 3,1–4,4 · pKS ≈ 3,5
Umschlag pH 3,8–5,4 · pKS ≈ 4,7
Umschlag pH 4,4–6,2 · pKS ≈ 5,1
Umschlag pH 5–8 · pKS ≈ 7
Umschlag pH 6,0–7,6 · pKS ≈ 7,1
Umschlag pH 8,2–10 · pKS ≈ 9,4
* Phenolphthalein: farblos unterhalb pH 8,2, pink/magenta im Bereich 8,2–10, ab pH 12 wieder farblos. Für die Säure-Base-Titration ist der Umschlag bei pH ≈ 9 besonders gut geeignet (Titration starker Säure mit starker Base). Mehr dazu: Säure-Base-Titration.
Auf einen Blick – die wichtigsten Aussagen
Indikator = schwache Säure
HIn und In⁻ haben verschiedene Farben. Das Gleichgewicht verschiebt sich mit dem pH.
Umschlagbereich
Umschlag bei pH = pKS(HIn). Sichtbarer Bereich: pKS ± 1.
Henderson-Hasselbalch
pH = pKS + lg(c(In⁻)/c(HIn))
→ bestimmt Farbverhältnis bei jedem pH
Indikatorwahl
Indikator für Titration wählen, dessen pKS(HIn) nahe dem Äquivalenzpunkt liegt.
Häufige Fragen – Indikatoren
Warum zeigt ein Indikator verschiedene Farben bei verschiedenem pH?
Ein Indikator ist eine schwache organische Säure HIn, deren Säureform und Baseform unterschiedlich gefärbt sind. Ändert sich der pH, verschiebt sich nach Le Chatelier das Gleichgewicht HIn + H2O ⇌ In⁻ + H3O+: Bei niedrigem pH (viel H3O+) überwiegt HIn (Farbe 1), bei hohem pH überwiegt In⁻ (Farbe 2). Am Umschlagspunkt (pH = pKS) sind beide gleich konzentriert → Mischfarbe.
Welchen Indikator verwendet man für eine Titration?
Der pKS-Wert des Indikators sollte möglichst nahe am Äquivalenzpunkt der Titration liegen. Für die Titration einer starken Säure mit einer starken Base liegt der Äquivalenzpunkt bei pH = 7 → Lackmus oder Bromthymolblau (pKS ≈ 7) sind geeignet. Für schwache Säuren liegt der Äquivalenzpunkt im Basischen → Phenolphthalein (pKS ≈ 9,4) ist besser. Mehr dazu: Säure-Base-Titration.
Warum ist der Umschlagbereich immer pKS ± 1?
Das menschliche Auge nimmt eine Mischfarbe erst dann als eindeutige Farbe war, wenn eine Komponente 10-fach überwiegt (c(In⁻)/c(HIn) ≥ 10 oder ≤ 1/10). Nach der Henderson-Hasselbalch-Gleichung: pH = pKS + lg(10) = pKS + 1 bzw. pH = pKS − 1. Daraus folgt der sichtbare Umschlagbereich von pKS ± 1.
Warum ist Phenolphthalein im stark Basischen wieder farblos?
Phenolphthalein liegt in drei Formen vor: Bei pH < 8,2 als farblose Säureform, bei pH 8,2–10 als farbige chinoide Form (pink/magenta), und bei pH > 12 wird die chinoide Form durch weiteren OH⁻-Angriff in eine ebenfalls farblose Tri-Anion-Form umgewandelt. Dieses „Ausbleichen" im stark basischen Milieu ist für Titrationen zu beachten.
Wie berechnet man c(In⁻)/c(HIn) bei bekanntem pH?
Aus der Henderson-Hasselbalch-Gleichung umstellen: lg(c(In⁻)/c(HIn)) = pH − pKS, also c(In⁻)/c(HIn) = 10(pH − pKS). Beispiel Lackmus (pKS = 7) bei pH = 5: c(In⁻)/c(HIn) = 10(5−7) = 10−2 = 1/100 → 100-facher Überschuss HIn → Lösung erscheint rot. Mehr Formeln: Zusammenfassung 4.6.
Lernkarten – Indikatoren
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Bei welchem pH-Wert schlägt ein Indikator um?
Am Umschlagspunkt gilt c(In⁻) = c(HIn).
→ pH = pKS(HIn)
Sichtbarer Bereich: pKS ± 1
Was versteht man unter dem Umschlagbereich eines Indikators?
Der pH-Bereich, in dem das Auge den Farbwechsel wahrnimmt.
Liegt bei pKS ± 1, da das Auge erst
bei 10:1-Verhältnis eine Reinfarbe sieht.
Wie lautet die Henderson-Hasselbalch-Gleichung für Indikatoren?
pH = pKS + lg(c(In⁻) / c(HIn))
Herleitung aus KS = c(H3O+)·c(In⁻)/c(HIn)
Warum ist Bromthymolblau für Neutraltitration gut geeignet?
pKS(BTB) ≈ 7,1 → Umschlagbereich pH 6–8.
Der Äquivalenzpunkt einer Stärkesäure-/Stärkebase-Titration
liegt nahe pH 7 → BTB schlägt dort sicher um.
Rechenaufgabe: Welche Farbe hat Methylorange (pKS = 3,5) bei pH = 5?
c(In⁻)/c(HIn) = 10(5 − 3,5) = 101,5 ≈ 32
→ In⁻ überwiegt 32-fach →
gelb
(Baseform von Methylorange).
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← Zusammenfassung pH/pOH → Säure-Base-Titration
🔁 Grundlagen: Prinzip von Le Chatelier · Henderson-Hasselbalch-Gleichung (4.6.3)
📌 Weiterführend: Säure-Base-Titration · Pufferlösungen
Was du auf dieser Seite lernst
Diese Seite fasst die wichtigsten pH- und pOH-Formeln für starke und schwache Säuren bzw. Basen zusammen. Außerdem lernst du die Henderson-Hasselbalch-Gleichung kennen, die pH-Berechnung in Pufferlösungen und beim Indikator-Umschlagspunkt ermöglicht.
Grundlagen – Kursstufe Säure-Base
Diese Seite fasst die Abschnitte 4.1–4.5 zusammen: → pKS-Wert · → pKB-Wert · → pH-Wert starker und schwacher Säuren · → Salzlösungen
4.6 Zusammenfassung: pH-Wert und Basenstärke
4.6.1 pH-Wert unterschiedlich starker Säuren
Die folgende Übersicht zeigt, welche Formel man für den pH-Wert einer Säurelösung verwendet – abhängig davon, ob es sich um eine starke oder schwache Säure handelt:
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Erläuterung zum Schema
Ausgangspunkt ist immer die allgemeine Protolysereaktion:
HA + H2O ⇌ A− + H3O+
mit den allgemeinen Vereinfachungen: c(H2O) = konst., c₀ = Ausgangskonzentration, c(H3O+) = c(A−).
Je nach Lage des Gleichgewichts ergeben sich zwei Fälle:
Starke Säure – GG liegt rechts
Vollständige Reaktion → c(H3O+) = c₀(HA)
pH = −lg c₀(HA)
Bsp.: HClO4, HI, HBr, HCl, H2SO4
Schwache Säure – GG liegt links
Näherung c(HA) ≈ c₀(HA):
pH = ½ · (pKS − lg c₀)
Gilt wenn c₀ ≫ c(H3O+), d. h. Protolysegrad < ~5 %
Allgemeine exakte Lösung (wenn die Näherung nicht zulässig ist):
Aus KS = c²(H3O+) / [c₀(HA) − c(H3O+)]
folgt die quadratische Gleichung x² + KS·x − KS·c₀ = 0
→ c(H3O+) = (−KS + √(KS² + 4·KS·c₀)) / 2
(nur positive Lösung)
4.6.2 pOH-Wert unterschiedlich starker Basen
Das Schema für Basen ist vollständig analog zum Säuren-Schema – man ersetzt lediglich c(H3O+) durch c(OH−), pH durch pOH, HA durch A− (die Base) und KS durch KB. Den pH-Wert erhält man anschließend über pH = 14 − pOH.
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Erläuterung zum Schema
Ausgangspunkt ist die allgemeine Protolyse einer Base:
A− + H2O ⇌ HA + OH−
mit c(OH−) = c(HA) als Vereinfachung (analog zur Säure).
Starke Base – GG liegt rechts
Vollständige Reaktion → c(OH−) = c₀(A−)
pOH = −lg c₀(A−)
pH = 14 − pOH
Bsp.: Alkali- und Erdalkalioxide und -hydroxide (NaOH, KOH, Ca(OH)2)
Schwache Base – GG liegt links
Näherung c(A−) ≈ c₀(A−):
pOH = ½ · (pKB − lg c₀)
pH = 14 − pOH
Bsp.: NH3, Acetat−, Carbonat2−
Allgemeine exakte Lösung:
KB = c²(OH−) / [c₀(A−) − c(OH−)]
→ quadratische Gleichung
→ c(OH−) = (−KB + √(KB² + 4·KB·c₀)) / 2
4.6.3 Henderson-Hasselbalch-Gleichung
Aus dem Massenwirkungsgesetz für die Protolyse einer schwachen Säure HA lässt sich eine besonders nützliche Formel ableiten, die den pH-Wert direkt aus den Konzentrationen der Säure HA und ihrer konjugierten Base A− berechnet:
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pH = pKS + lg (c(A−) / c(HA))
Die Gleichung hat zwei besonders wichtige Anwendungen:
Indikator-Umschlag
Am Umschlagspunkt eines Indikators gilt c(A−) = c(HA),
also lg(1) = 0 → pH = pKS.
Der Umschlag findet im Bereich pKS ± 1 statt.
Mehr dazu: Indikatoren
Pufferlösungen
In einem Puffer liegen schwache Säure und ihre konjugierte Base nebeneinander vor. Die Henderson-Hasselbalch-Gleichung berechnet direkt den pH aus dem Konzentrationsverhältnis. Im Puffer-Optimum: c(A−) = c(HA) → pH = pKS. Mehr dazu: Pufferlösungen
Herleitung: KS = c(H3O+) · c(A−) / c(HA) → c(H3O+) = KS · c(HA)/c(A−) → −lg: pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA))
Auf einen Blick – die wichtigsten Formeln
Starke Säure
pH = −lg c₀(HA)
Vollständige Protolyse
Schwache Säure
pH = ½·(pKS − lg c₀)
Näherung: c(HA) ≈ c₀
Schwache Base
pOH = ½·(pKB − lg c₀)
→ pH = 14 − pOH
Henderson-Hasselbalch
pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA))
Puffer & Indikatoren
Häufige Fragen – Formeln und Zusammenfassung
Woran erkenne ich, ob ich die einfache oder die quadratische Formel verwenden muss?
Die Näherungsformel pH = ½·(pKS − lg c₀) gilt, wenn das Gleichgewicht weit auf der linken Seite liegt, d. h. wenn c₀(HA) ≫ c(H3O+). Als Faustregel: Die Näherung ist zulässig, wenn c₀/KS > 100 (bzw. der Protolysegrad < ~5 %). Ist die Säure zu stark oder die Konzentration zu gering, muss man die quadratische Gleichung x² + KS·x − KS·c₀ = 0 lösen.
Was ist der Unterschied zwischen pOH und pH – und wie hängen sie zusammen?
pH = −lg c(H3O+) beschreibt die Säurestärke einer Lösung, pOH = −lg c(OH−) die Basenstärke. Aus der Autoprotolyse des Wassers folgt bei 25 °C immer: pH + pOH = 14. Für Basen berechnet man zunächst pOH mit der Näherungsformel und erhält den pH über pH = 14 − pOH. Mehr dazu: Autoprotolyse des Wassers.
Was besagt die Henderson-Hasselbalch-Gleichung und wann wird sie verwendet?
Die Gleichung pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA)) drückt den pH-Wert durch das Konzentrationsverhältnis von konjugierter Base zu schwacher Säure aus. Sie wird vor allem für Pufferlösungen verwendet (wenn beide Komponenten gleichzeitig vorliegen) und für Indikatoren, um den Umschlagsbereich zu bestimmen. Am Halbäquivalenzpunkt einer Titration gilt c(A−) = c(HA), also pH = pKS.
Welche Formel gilt für eine Salzlösung (z. B. Ammoniak-Salz oder Acetat-Salz)?
Ein Salz einer schwachen Base (z. B. NH4Cl) wird über das Kation als schwache Säure behandelt: pH = ½·(pKS(NH4+) − lg c₀). Ein Salz einer schwachen Säure (z. B. Natriumacetat) wird über das Anion als schwache Base behandelt: pOH = ½·(pKB(Acetat−) − lg c₀), dann pH = 14 − pOH. Ausführlich erklärt auf der Seite Säure-Base-Reaktionen in Salzlösungen.
Welche Formel gilt bei einer Mischung aus schwacher Säure und ihrer konjugierten Base?
Genau das ist eine Pufferlösung. Hier gilt die Henderson-Hasselbalch-Gleichung direkt: pH = pKS + lg(c(A−)/c(HA)). Im Puffer-Optimum (c(A−) = c(HA)) ist pH = pKS, und der Puffer arbeitet im Bereich pKS ± 1 am effektivsten. Alles Weitere: Pufferlösungen.
Lernkarten – Formeln und Zusammenfassung
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Welche pH-Formel gilt für eine starke Säure? Warum?
pH = −lg c₀(HA)
Vollständige Protolyse → c(H3O+) = c₀(HA),
kein Gleichgewicht zu berechnen.
Welche Näherungsformel gilt für schwache Säuren?
pH = ½·(pKS − lg c₀)
Gilt wenn c₀ ≫ c(H3O+), d. h. Gleichgewicht liegt weit links.
Wie berechnet man pH aus pOH?
pH = 14 − pOH (bei 25 °C)
Folgt aus der Autoprotolyse: pH + pOH = pKW = 14
Wie lautet die Henderson-Hasselbalch-Gleichung?
pH = pKS + lg(c(A−) / c(HA))
Gilt für Pufferlösungen und Indikator-Umschlagsbereich.
Rechenaufgabe: 0,10 mol/L NH3-Lösung, pKB(NH3) = 4,74. Welchen pH hat die Lösung?
pOH = ½·(4,74 − lg 0,10) = ½·(4,74 + 1) = ½·5,74 = 2,87
pH = 14 − 2,87 = 11,13
Weiter im Kapitel Säure-Base-Reaktionen (Kursstufe)
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🔁 Einzelne Abschnitte: pKS-Wert · pKB-Wert · Der pH-Wert · Autoprotolyse / pKW
📌 Weiterführend: Indikatoren · Säure-Base-Titration · Pufferlösungen