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4.3 Elektronegativität (= EN)

Mit Hilfe der Elektronegativität (EN) kann man in der Chemie viel erklären (Siedetemperaturen, Reaktionsverläufe, Ionenbildung, Polarität, Redoxreaktionen, etc. ). Deshalb ist es sehr wichtig, dass man diesen Begriff versteht und anwenden kann! Der Begriff geht auf Linus Pauling zurück.

Definition 1:

Die Elektronetativität ist ein Maß für das Bestreben eines Atoms, innerhalb eines Moleküls, dem es selbst angehört, Elektronen an sich zu ziehen.

 

Definition 2 (vereinfachte Version):

Fähigkeit eines Atoms, Bindungselektronen anzuziehen.

 

Definition 3 (inoffzielle Version): 

Die Anziehungskraft hängt vor allem von 2 Faktoren ab:

04 03 00 ta elektronegativitaet fluor chlor

1. Ladung des Atomkerns d.h. die Anzahl der Protonen
(je höher die Ladung Innerhalb einer Periode ist, desto größer ist die EN durch die größere Anziehung) → In der Regel Zunahme innerhalb einer Periode.

2. Anzahl der Elektronenschalen (je mehr Schalen, umso schwächer die Anziehung zwischen Kern und Valenzelektronen, da innere Schalen die Anziehung abschwächen) → In der Regel Abnahme innerhalb einer Hauptgruppe.

In den meisten Periodensystemen der Elemente findet man die EN-Angabe. In der nächsten Abbildung in rot hervorgehoben (PSE umfasst hier nur die Hauptgruppen). 

pse 11 hauptgruppen

Info: Das Element mit der höchsten EN ist Fluor (ursprünglich bekam es den Wert 4; da Elektronegativität unterschiedlich bestimmt wird, findet man auch den Wert 4,1). Geht man von Fluor (F) aus nach links, dann nimmt die EN um etwa 0,5 ab. So kann man sie Werte der 2. Periode recht schnell ableiten. Auswendig kann man dann noch Wasserstoff (H) wissen. Besser ist, man hat ein PSE, auf dem EN-Werte abgedruckt sind. Habt ihr noch keines, könnt ihr auf meiner Seite ein beliebiges in pdf-Format runterladen und ausdrucken. 

Wichtig wird in Zukunft sein, die Differenz von unterschiedlichen EN-Werten zu berechnen. Dafür größeren EN-Wert und subtrahiert den kleinen EN-Wert. 

ΔEN = großer EN-Wert - kleiner EN-Wert

Beispiel: HF 

ΔEN = 4,1 - 2,2 = 1,9

Beispiel: F2